Entstehung eines malignen Melanoms in der Haut

Malignes Melanom

Wie andere Tumoren, so zeigt auch das maligne Melanom wahrscheinlich eine phasenhafte Entwicklung. Am Anfang steht die Initiation (Anfangsstadium), die den Grundstein der späteren Tumorentwicklung bildet. Sie besteht im wesentlichen in einer Schädigung der DNA (Desoxyribonukleinsäure), die die Erbinformation im Zellkern repräsentiert, durch verschiedene Einflüsse. Dabei scheint dem UV-Licht beim malignen Melanom eine wichtige Rolle zuzukommen. Als Initiatoren sind auch Viren diskutiert worden, ohne dass bis heute hierfür Beweise vorliegen.

Malignes Melanom Entstehung

In der 2. Phase, der Promotion, können unterschiedliche Einflüsse wirksam werden. Es kommt zu einer Vermehrung der atypischen Zellen, die schließlich in der 3. Phase, der Tumorprogression, in das klinisch manifeste maligne Melanom übergehen.

Diesem hypothetischen Stufenprozess der Melanomentstehung entspricht bei feingeweblicher (mikroskopischer) Betrachtung am Beginn eine “Aktivierung“ normaler Melanozyten in der Epidermis. Anschließend kommt es zu einer Proliferation (Wucherung) zunächst nur einzelner atypischer Melanozyten, die sich zu mehreren Zellverbänden ausbreiten, aus denen sich schließlich ein auf die Epidermis beschränktes „Melanoma in situ“ entwickelt.

Der nächste Schritt ist durch die Invasion der Tumorzellen durch die epidermodermale Grenzzone in das obere Corium gekennzeichnet. Dies führt zu einer verstärkten Abwehrreaktion des Körpers, die sich üblicherweise in der Ausbildung entzündlicher Reaktionen äußert.

Jetzt erhält der Tumor Anschluss an Blut- und Lymphgefäße, so dass es zu einer Aussaat von Tumorzellen kommen kann.

In den Anfangsphasen ist die Wachstumsorientierung meist noch horizontal parallel zur epidermodermalen Grenzzone.

Nach unterschiedlicher Zeit entwickelt sich schließlich eine Wachstumsphase, bei der der Tumor in vertikaler Richtung in die Tiefe wächst.

Erkrankungsalter

Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt beim malignen Melanom bei etwa 50 Jahren. 50% der betroffenen Patienten sind bei Diagnosestellung älter als 50 Jahre. Ab dem 20. Lebensjahr steigt die Häufigkeit mit zunehmendem Alter stark an und bleibt dann etwa zwischen dem 30. und 65. Lebensjahr konstant. Im Alter zwischen 20 und 30 Jahren sind überwiegend Frauen betroffen. Maligne Melanome im Jugendalter entstehen vorwiegend auf dem Boden von besonderen (atypischen und angeborenen) Muttermalen, auf die in dieser Zeit besonders zu achten ist. Nur sehr selten tritt das Melanom bei Kindern in Erscheinung.

Entstehungsorte von malignen Melanomen

Neueste Beiträge

zwei Frauen beim Sonnenbaden am Strand

Das Erbe der 1970er: Hautärzte rechnen mit deutlichem Anstieg von Melanom-Fällen

Dermatogen befürchten, dass es bei Kindern aus den 70er und 80er Jahren vermehrt zu Hautkrebsfällen kommt. Die vermehrten Hautkrebsfälle sind eine Folge der Sorglosigkeit in der damaligen Zeit.

Mutter cremt das Kind mit Sonnencreme ein

Hautkrebsbefund im Urlaub

Im Sommer am Strand zu liegen und am besten jeden Sonnenstrahl mitnehmen um sich zu bräunen bis es nicht mehr geht. Den richtigen Schutz vor der UV-Strahlung zu finden ist meist nicht so einfach wie man denkt.

 

 

Aktuelles zum Hautkrebs

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf unserer Webseite weitersurfen, gehen wir davon aus, dass Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden sind. Nähere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.