Risikofaktoren der Melanomentstehung

Melanomdisposition (Veranlagung)

Es stellt sich die Frage, warum einige Patienten ein Melanom bekommen und andere nicht. Zahlreiche Faktoren spielen hierbei eine Rolle. Diese können vereinfacht in endogene (im Körper selbst verankerte) und exogene (von außen einwirkende) Faktoren getrennt werden.

Endogene Risikofaktoren

- im Körper selbst verankerte Risikofaktoren

Hauttyp und familiäre bzw. individuelle Melanomdisposition (Veranlagung)

Bestimmte Personengruppen haben aufgrund ihrer Hautkonstitution ein erhöhtes Melanomrisiko. Dies zeigt sich an der unterschiedlichen Häufigkeitsverteilung maligner Melanome in der Welt, wobei neben zahlreichen exogenen Faktoren (besonders UV-Licht-Exposition) die unterschiedlichen rassischen Gegebenheiten zum Tragen kommen (Tabelle 1).

Die Melanomgefährdung korreliert mit der Sonnenempfindlichkeit (Tabelle 2) der verschiedenen Hautgrundtypen.

Besonders melanomgefährdet sind Personen der Hauttypen I und II mit heller, lichtempfindlicher Haut („helle Komplexion"), die in der Sonne zu Rötung ohne oder nur mit langsamer und geringer Bräunung neigen, mit blauen Augen, roter oder blonder Haarfarbe und Sommersprossen (keltische Rassen).

Tabelle 1: Melanomhäufigkeit pro 100000 Einwohner pro Jahr

Queensland / Australien
40
Südstaaten / USA
20
Nordstaaten / USA
10
Skandinavien
10
Deutschland
8-10
Schweiz
10-13
Österreich
10-12
Italien
5
Südostasien
unter 1
Südafrika
unter 1

 

Tabelle 2: Lichtempfindlichkeitstypen der Haut in Mitteleuropa

Typ
Sonnen­empfindlichkeit
empfohlener Sonnenschutz­faktor je nach Exposition
Häufigkeit %
I
Immer Sonnenbrand nie Bräunung
12-15
5
II
Immer Sonnenbrand anschließend Bräunung
10-15
33
III
Manchmal Sonnenbrand immer Bräunung
6-10
50
IV
Minimaler Sonnenbrand immer Bräunung
4-6
12

Je stärker die konstitutionelle Hautpigmentierung, je geringer die Neigung zu Sonnenbrand, desto geringer ist das Melanomrisiko. Dies schließt nicht aus, dass auch bei brauner oder schwarzer Hautfarbe Melanome entstehen können. Sie entwickeln sich dann meistens auf den weniger pigmentierten Handflächen, Fußsohlen oder unter den Nägeln.

Das Vorkommen von malignen Melanomen bei Familienangehörigen oder in der eigenen Vorgeschichte bedeutet ein erhöhtes Risiko zur Entwicklung eines weiteren Melanoms.

Etwa 5% der Melanompatienten entwickeln später ein zweites Melanom.

Exogene ursächliche Faktoren beim malignen Melanom

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