Diabetiker im Sporturlaub: Darauf ist zu achten

Familie im Sporturlaub

Es ist Sommerzeit, und viele von uns brechen auf in den wohlverdienten Sommerurlaub. Während manche dabei immer noch den klassischen Strandurlaub bevorzugen, werden sogenannte Sport- oder Aktivurlaube immer beliebter. Man kombiniert also kurzgesagt Reisen, Entspannen und Sporttreiben. Auch immer mehr Diabetespatienten erkennen die Vorteile des Sporttreibens für sich und möchten entsprechend auch im Urlaub nicht auf Sport verzichten. Dabei sollten sie allerdings einiges beachten. Wir zeigen auf, was genau.

Diabetes und Sport

Eine zentrale Ursache für die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus ist Bewegungsmangel. Anders als manch veralteter Mythos es nahelegt, weiß man heute, dass Sport und Bewegung insofern auch eine große Rolle bei der Behandlung von Diabetes spielen. Sie verbessern nicht nur den allgemeinen Gesundheitszustand, sondern senken darüber hinaus auch den Blutzuckerspiegel und den Blutdruck, verbessern die Blutfett-Werte und den Schlaf und stärken das Immunsystem. Zudem helfen sie dabei, das Körpergewicht konstant zu halten bzw. es gar zu reduzieren. Als optimal für Diabetiker wird dabei eine Kombination aus Ausdauer- und Kraftsport angesehen. Doch warum genau wirken sich Sport und Bewegung positiv auf den Verlauf von Diabeteserkrankungen aus?

Dass Sport und Bewegung heute vermehrt und gezielt als Therapiemaßnahmen bei Diabeteserkrankungen eingesetzt werden, hat vor allem damit zu tun, dass sie dabei helfen, den Blutzucker zu regulieren. Um zu verstehen, wie dies vonstattengeht, muss man etwas weiter ausholen.

Bei den sogenannten Typ-2-Diabetikern ist der Blutzuckerstoffwechsel gestört; sie leiden an einer Insulinresistenz. Da Insulin dasjenige Hormon ist, welches den Zucker aus dem Blut direkt in die Muskelzellen transportiert, weisen Typ-2-Diabetiker einen erhöhten Blutzuckerspiegel auf. In der Regel sind sie dann auf Medikamente angewiesen, die den Blutzucker abzusenken helfen. Genau hier knüpft die Therapie mit Sport und Bewegung an: Körperliche Aktivität verbraucht vor allem Glukose, sprich Zucker. Wird sie regelmäßig praktiziert, steigt die Sensibilität von Muskelzellen für Insulin, sodass in der Folge wieder mehr Blutzucker abgebaut, sprich in die Muskeln transportiert und dort verbraucht werden kann. Davon ab wird bei erhöhter sportlicher Aktivität auch mehr Zucker über die Leberzellen aufgenommen. Dies ist ein Insulin-unabhängiger Stoffwechselweg.

Die positive Wirkung körperlicher Aktivität ist auch bei Typ-1-Diabetikern belegt. Diese sollten allerdings ihre Ernährung sowie Insulindosen anpassen. Typ-1-Diabetiker leiden nicht an einer Insulinresistenz, sondern an einem Insulinmangel. Das Hormon müssen sie sich daher intravenös zuführen.

Alle Diabetiker sollten vor der Aufnahme einer sportlichen Aktivität unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

Sportliche Aktivität im Urlaub: Das sollten Diabetiker wissen

Diabetiker sollten im Sporturlaub einige Dinge beachten. Als erstes sollten sie ihren Blutzuckerspiegel stets im Blick behalten. Dazu benötigen sie ein gutes Blutzuckermessgerät (beispielsweise ein Blutzuckermessgerät von Medisana). Je nachdem, um welche Aktivität es sich dabei konkret handelt, müssen sie nämlich ihre Ernährung sowie ihre Insulindosen - sofern sie auf eine intravenöse Insulinverabreichung angewiesen sind - anpassen.

Grundsätzlich gilt es, sowohl eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) als auch eine Übersäuerung (Hyperglykämie) zu vermeiden. Bei einer Unterzuckerung liegt ein Mangel an Zucker vor; es müssen daher rasch kurzkettige Kohlehydrate zugeführt werden. Bei einer Übersäuerung herrscht hingegen ein Insulinmangel vor. Beides kann durch eine Justierung der Nährstoffaufnahme sowie der Insulindosen relativ einfach in den Griff bekommen werden. Man sollte dabei allerdings beachten, dass es hier keine pauschalen Empfehlungen geben kann, da der Stoffwechsel bei jedem etwas anders funktioniert.

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