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Warnzeichen und Erkennungsmerkmale des malignen Melanoms

Folgende Warnzeichen lassen an ein malignes Melanom denken. Sie sollten von den Patienten ernstgenommen werden und Anlass geben, einen Hautfacharzt aufzusuchen.

Melanom rechtzeitig erkennen

1. Das Auftreten einer einzelnen pigmentierten Veränderung auf normaler Haut und ihr kontinuierliches Wachstum

Typische Merkmale des malignen Melanoms sind zur Gedächtnisstütze in der sogenannten A-B-C-D-E-Regel zusammengefasst. Sie hilft dem Patienten und dem Arzt, verdächtige Hautveränderungen zu erkennen. Der Hautfacharzt muss dann die weitere Abklärung und vor allem auch die Abgrenzung von besonderen Muttermalen, insbesondere den dysplastischen Nävi, und von anderen pigmentierten Hautveränderungen und Hauttumoren vornehmen. In dieser Regel steht

- A für Asymmetrie, es gibt keine deckungsgleichen Hälften,

- B für Begrenzung mit unregelmäßigen, unscharfen, oft eingekerbten Rändern,

- C für Color (Farbe) mit ungleichmäßiger Pigmentierung, bei der innerhalb einer Veränderung mehrere Brauntöne, schwarze, blaue, helle oder rötliche Anteile enthalten sein können und ein fleckiges Aussehen entstehen kann,

- D für Durchmesser, der beim Melanom in der Regel größer ist als 5 mm,

- E für Erhabenheit über das Hautniveau.

2. Veränderung eines seit längerer Zeit bestehenden Muttermals

Muttermale können ihre Entartung zu einem malignen Melanom anzeigen durch

- Veränderung der Größe - insbesondere plötzliche oder kontinuierliche Größenzunahme,

- Veränderung des Tastbefundes - Ausbildung knotiger oder erhabener Anteile,

- Veränderung der Farbe - nicht nur Zunahme des Pigments, sondern auch Abnahme (Depigmentierung) ist ein Warnzeichen,

- Veränderung der Begrenzung - Ausbildung von Ausläufern und Unregelmäßigkeiten der Ränder,

- Veränderung der Umgebung - Entzündungszeichen mit Rötung und Schwellung,
- Veränderung der Oberfläche - Schuppung, Nässen, Krusten- und Geschwürbildung, Blutung,

- Veränderung des Gefühls - Jucken, Spannungsgefühl, Schmerz.

Diese Gefahrenzeichen müssen nicht gleichzeitig auftreten oder vorhanden sein. Wichtig ist auch immer der Vergleich mit weiteren Muttermalen. Das außergewöhnliche Verhalten eines einzelnen Muttermals muss an die Entwicklung eines malignen Melanoms oder zumindest der Tendenz hierzu denken lassen.