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Malignes Melanom

Malignes Melanom HäufigkeitDas maligne Melanom (Melanom, Melano(zyto)blastom oder schwarzer Hautkrebs) ist ein bösartiger schnell metastasierender Hauttumor (seltener der Schleimhäute, des Zentralnervensystems und des Auges), der von bestimmten Pigmentzellen (Melanozyten) ausgeht und in jedem Alter anfangen kann. Das Melanom gehört zu den onkologischen Hauterkrankungen, die Häufigkeit der Erkrankung ist jedoch im Gegensatz zu den anderen beiden bösartigen Hauttumoren (Basaliom, Plattenepithelkarzinom) relativ niedrig. Das Melanom bildet 15 % aller Fälle der onkologischen Hauterkrankungen. In mehr als 90 % der Fälle entsteht der Tumor auf der Haut des Gesichts, des Körpers und der unteren Extremitäten. Die Frauen erkranken öfter als die Männer.

Das Melanom gilt als eine der aggressivsten bösartigen Hauttumorarten, denn es streut sehr schnell Metastasen über mehrere Hautschichten (dadurch zerstört es die Haut)  über Lymph- und Blutbahnen  in die Organe (Leber, Gehirn, Lungen). Zum Glück kann das Melanom bei der Früherkennung und der unmittelbaren Behandlung auskuriert werden.

Melanom Entstehung und Ursachen

Das Melanom können Narben und trophische Geschwüre an den Stellen, wo  Gliedmaßen gebogen werden,  und auch starker Sonnenbrand hervorrufen. Besonders oft wird das Melanom bei den Patienten mit einer erblichen Veranlagung diagnostiziert, bei den älteren Menschen, bei Männern und Frauen mit der hohen Zahl gewöhnlicher melanozytärer Nävi (Muttermale).  Für die Patienten mit Morbus Bowen und Morbus Paget, mit angeborenen Xeroderma pigmentosum stellt das Melanom eine große Gefahr dar. Diese Krankheit entwickelt sich gewöhnlich aus Morbus Dubreuilh (Melanosis circumscripta praeblastomatosa Dubreuilh) und aus den angeborenen oder erworbenen Nävi. Pigmentnävi sind weit verbreitet und sind bei mehr als 90 % alle Menschen zu finden. Als besonders gefährlich gelten Junktionsnävi, haarfreie, glatte, schwarze oder schwarz-graue scharf abgegrenzte Knoten. Diese Knoten sind entweder flach oder ein bisschen herausstehend, dabei absolut schmerzfrei. Die Größe variiert sich zwischen 1 bis 10 mm. Übliche Lokalisierung des Junktionsnaevus sind: Körper, Füße, Hände, Hals und Kopf.

Malignes Melanom Häufigkeit und Letalität

Symptome des malignen Melanoms

Das Melanom geht nicht unbedingt aus einem Nävus (eines Leberflecks) oder einem Muttermal aus.   Asymmetrische, dunkelfarbige Hautveränderungen können auf jeder Hautpartie auftreten, selbst wenn die Haut rein ist, ohne Pigmentflecken.

In den meisten Fällen geht das maligne Melanom aus dunkel-braunen, dunkel-grauen und schwarzen Nävi aus. Zu den Warnsymptomen gehört fehlende Behaarung auf dem Nävus. Ursprünglich wächst ein NZN (Nävuszellnävus) genau an der Grenze zwischen Epidermis und Dermis. Mit der Zeit wandert der NZN etwas tiefer in die Dermis hinab und dehnt sich somit in beide Hautschichten (Epidermis und Dermis) aus, wodurch die gesamte Veränderung dicker wird und vermehrt erhabene und knotige Anteile aufweist. Es verändert die Farbe und daraus entsteht ein rosa-roter, weißer oder grauer Tumor. Diese Änderung ist das erste Symptom des Melanoms.

Im letzten Stadium sind folgende Warnzeichen zu beachten: neben dem Tumor entstehen mehrere Pigmentflecken, man beobachtet Geschwürbildung, Schmerzen, Blutungen, Juckreiz. Die durchschnittliche Größe eines Melanoms: ab 6 mm im Durchmesser. Die Geschwindigkeit der Vergrößerung und der Metastasierung dieses Tumors ist unvorhersehbar.

Zu den Merkmalen eines superfiziell (oberflächlich) spreitendes Melanoms (SSM) gehört das langsame Wachstum im Laufe von mehreren Jahren. Für das noduläre maligne Melanom  (NMM) hingegen ist sein relativ schnelles vertikales Wachstum charakteristisch.  Lentigo-maligna-Melanom (LMM) tritt meistens bei den älteren Menschen auf. Akrolentiginöses Melanom (ALM) trifft dunkelhäutige Menschen.

Stadien eines Melanoms

Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren der Therapie gehört die Feststellung des Stadiums. Bei dem ersten und bei dem zweiten Stadium ist der Tumor im Primärherd lokalisiert, das verspricht 99 % Garantie auf erfolgreiche Therapie. Beim dritten Stadium passiert die Absiedelung in die nächstgelegenen Lymphknoten. Die Erfolgschancen liegen bei diesem Stadium bei 50 %. Bei der Diagnose des vierten Stadiums ist die Prognose ungünstig. Zum Glück vieler Patienten wird Hautkrebs meistens auf den ersten zwei Stadien diagnostiziert, was gute Aussichten auf erfolgreiche Therapie und Heilung gibt.

Behandlung eines Melanoms

Was können Sie tun

Da der Tumor sich in den meisten Fällen auf der Haut lokalisiert, lässt er sich durch reguläre  Vorsorgeuntersuchungen leicht auf frühen Stadien erkennen, wann die Heilung noch möglich ist. Beim Verdacht auf ein Melanom muss man sich unverzüglich an einen Dermatologen wenden. Dann wird der Patient eventuell zu einem Onkologen überwiesen.

Wie hilft der Arzt

Die Behandlung eines Melanoms stellt eine schwere Aufgabe dar, vor allem wegen einer schnellen und früh anfangenden Tumoraussaat. Die Therapie ist nur in einer spezialisierten Einrichtung möglich. Die wichtigste Therapieform ist die chirurgische Entfernung. In den ersten zwei Stadien wird Exzision mit ausreichendem Sicherheitsabstand (ab 0,5 bis 2 cm rund um das Melanom) durchgeführt. In fortgeschritteneren Stadien werden zusätzlich zur Exzision Chemotherapie und Bestrahlung eingesetzt.