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Sonnenbrand abgewandt???

Die Sonne lacht bei Tag und Nacht. Und das nicht nur in Spanien. Auch in Deutschland soll das schon mal an hochsommerlichen Tagen vorkommen. Und dann sieht man vor allem sie wieder. „Braune Gestalten“, die an Stränden; Baggerseen und in Freibädern wieder ihr Unwesen treiben.

Dabei handelt es sich aber nicht um Rechtsradikale, die neuerdings auch schon im Urlaub/in der Freizeit ihr Gedankengut verbreiten wollen, sondern um braungebrannte Sonnenanbeter.

Und so manch eifriger Sonnenanbeter, der zulange in der Sonne war bekommt dies dann letztendlich mit einem Sonnenbrand zu spüren.

Doch was kann man eigentlich gegen einen Sonnenbrand machen? Und ab wann lautet die Diagnose „Sonnenbrand“?

Die Sonne: „Brandgefährlich“

Die gute Nachricht vorweg: Nicht jeder ist für einen Sonnenbrand so anfällig wie manch anderer. Das heißt aber dennoch nicht, dass man die Sonnenbrandgefahr unterschätzen sollte. Denn es kann wirklich im wahrsten Sinne des Wortes jeden treffen.

Schuld daran sind vor allem die UVB- Strahlen und (in weit aus geringerem Maße als die UVB- Strahlen. Dazu sind höhere Konzentrationen erforderlich) die UVA- Strahlen. Wenn diese ultravioletten Sonnenstrahlen ungehindert über einen längeren Zeitraum auf die Haut treffen, können Sie die Zellbausteine und die Erbsubstanz (DNA) der Haut schädigen. Dies kann sogar zu einer dauerhaften Hautschädigung führen.

Doch die Sonne hat noch mehr zu bieten. Mit den UVC- Strahlen setzt sie ihre „wirksamste Waffe“ frei, um beim Menschen einen Sonnenbrand zu verursachen. Glücklicherweise verhindert die Ozonschicht, dass diese Strahlen auf die Erde treffen.

Wenn man jedoch nicht aufpasst, kann man bei defekten Bräunungsgeräten in Sonnenstudios trotzdem die unliebsame Bekanntschaft mit den UVC- Strahlen machen.

Diagnose: Sonnenbrand

Doch wie macht sich die ultraviolette Strahlung auf der Haut bemerkbar? Wann spricht man nun genau vom Sonnenbrand? Und ab wann gilt (m)ein Sonnenbrand gesundheitlich als bedenklich? Fragen, die sich nicht jeder potentielle Sonnenanbeter stellt, wenn er sich mal über kurz oder lang in die Sonne legt. Dabei wäre es grade für diejenigen, die sich unsorgsam & schutzlos stundenlang dem grellen Sonnenlicht aussetzen, wichtig zu wissen, was sie ihrer Haut mit dem ausgedehnten Sonnenbad antun.

Die Medizin kennt in dieser Hinsicht nur drei Antworten:

  1. Der Sonnenbrand 1 Grades
    Symptome: schmerzhafte Hautrötung
  2. Der Sonnenbrand 2. Grades
    Symptome: Blasenbildung
  3. Der Sonnenbrand 3. Grades
    Symptome: Verbrennungen, bei denen die betroffenen Hautstellen weitgehend (irreparabel) zerstört sind incl. einer großflächigen Hautablösung. Stationäre Behandlung ist erforderlich.

In der meisten Fällen kommt es „nur“ zu einem Sonnenbrand 1 und 2. Grades.

Behandlung von Sonnenbrand

So manch eingefleischter Sonnenanbeter mag sich ja vielleicht noch freuen, wenn er als „heißer Typ“ mit einem Sonnenbrand als Markenzeichen seinen ungesunden Sonnenbad-Aufenthalt stolz demonstrieren kann. Den meisten Menschen ist es aber doch lieber nicht ständig im Nachhinein an ihre Unachtsamkeiten beim Sonnenbaden erinnert zu werden.

Und zum Glück gibt es ja „schnelle“ Abhilfe für Sonnenbrandopfer.

  1. Behandlung Sonnenbrand 1. Grades
    • Von der Sonne fernhalten, bis die Beschwerden abgeklungen sind.
    • Kühlende Lotions & Gels auf die betroffenen Stellen auftragen.
    • Kühlende Duschen (um die 25°C) oder Umschläge (mind. 1-2 Stunden lang).
    • Ggf. Einnahme von schmerzstillenden & entzündungshemmenden Tabletten (z.B. 3x 400mg/Tag Ibuprofen Tabletten)
  2. Behandlung Sonnenbrand 2. Grades
    • Behandlungsmethoden wie bei Sonnenbrand 1 Grades können auch hier angewandt werden
    • Sofern erforderlich: Sterile Punktion der Blasen durch einen Hautarzt => Bei Blasenbildung, die Blasen niemals selbst öffnen, wegen der Infektionsgefahr
  3. Behandlung Sonnenbrand 3. Grades
    1. Stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus
    2. Kortison-Infusionen
    3. Elektrolytkontrolle und -Substitution

Schutz vor Sonnenbrand

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Und obwohl dies vielen bewusst ist, gehen trotzdem viele einfach viel zu fahrlässig mit ihrer Haut gerade beim Sonnenbad um. Sonnenbrand lässt sich zwar- wie Sie gesehen haben- weitgehend behandeln. Aber vorzeitige Hautalterung oder Hautkrebs werden oft erst nach 20 oder 30 Jahren sichtbar.

Damit es gar nicht erst zu einem Sonnenbrand kommt, können Sie schon im Vorfeld einige wichtige Schutzmaßnahmen treffen:

  • Verzichten Sie auf Sonnenbäder zwischen 11-15 Uhr. Zu dieser Zeit gelangen 2/3 aller schädlichen UV-Strahlen auf die Erde.
  • Cremen Sie sich vor und nach dem Sonnenbad mit Sonnencreme ein. Vergessen Sie dabei nicht das Gesicht. Ein Kaffeelöffel Sonnencreme ist für das Gesicht ausreichend.
  • Wenn Sie noch unerfahren im Sonnenbaden sind, legen Sie sich zuerst in den Schatten. Aber Vorsicht: Auch dort bräunt man. Also Sonnencreme nicht vergessen.
  • Für die Mittagszeit empfehlenswert: Sonnenabweisende Kleidung (eher dunkle als helle T-Shirts beispielsweise) oder ein Sonnenhut.